Klimaneutrale Werbeagentur? Warum wir heute genauer formulieren.

Eins gleich vorweg:
Als „klimaneutrale Werbeagentur“ bezeichnen wir uns heute bewusst nicht. 2022 haben wir diesen Begriff noch verwendet – auf Grundlage einer CO₂-Bilanz und der zusätzlichen Unterstützung von Klimaschutzprojekten. Heute trennen wir klarer zwischen unserem eigenen CO₂-Fußabdruck, Maßnahmen zu seiner Reduktion und finanziellen Beiträgen zu Klimaschutzprojekten.

Die Idee dahinter ist für uns geblieben: unseren eigenen CO₂-Fußabdruck zu erfassen und dort zu reduzieren, wo wir selbst Einfluss nehmen können.
 

Auf dem Weg zur kleineren „Schuhgröße“


1. Eigene Emissionen im Blick behalten 

Unseren CO2-Fußabdruck verringern wir schon seit Jahren systematisch.
Zum Beispiel …

  • durch die Modernisierung unserer IT-Infrastruktur.
  • bei der Mobilität. Eher mit der Bahn fahren, wenn möglich. Und wenn motorisiert, dann lieber mit Strom als mit Benzin.
  • in Meetings. Zwischenabstimmungen machen wir im Videochat statt mit Anfahrt vor Ort.
  • im zu 99 % papierlosen Büro. Papier gibt’s eigentlich nur noch dort, wo es das Finanzamt verlangt. Oder manchmal auch der Datenschutz.
  • durch unsere Mobile-Office-Regelung und Flexible-Workspace-Lösung, mit denen wir unsere benötigte Bürofläche reduzieren konnten.

Bei uns ist das Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Klimaneutralität über die Jahre immer mehr gewachsen. Auch weil wir viele Kunden bei diesem Thema begleiten. Näheres zu Nachhaltigkeitsprojekten für Agenturkunden.

2022 wollten wir deshalb genauer wissen: Wie groß ist unser CO₂-Fußabdruck, wo entstehen Emissionen – und wo können wir weiter ansetzen?

 

2. Den CO₂-Fußabdruck erfassen 

Auch bei einer Agentur unserer Größe mit gut 20 Beschäftigten entstehen Emissionen, die sich nicht vollständig vermeiden lassen. Deshalb haben wir 2022 erstmals unseren CO₂-Fußabdruck umfassend erfassen lassen.

Damals war bei ClimatePartner für die Kombination aus CO₂-Bilanz und Kompensation noch die Bezeichnung „klimaneutral“ im Einsatz. Inzwischen wurde dieses Label abgelöst. Auch wir verwenden die Bezeichnung „klimaneutrale Werbeagentur“ heute nicht mehr.

Doch erst mal die Rückblende:

Mitte 2022 haben wir uns verschiedene mögliche Wegbegleiter angesehen. Übrigens nach intensivem Austausch mit weiteren Agenturen aus unserem AIKA-Netzwerk (gut 50 Agenturen aus Deutschland und Österreich). Wir entschieden uns für einen Partner, der uns mit seinem strukturierten und seriösen Prozess überzeugte.

Wobei das immer noch mit sehr viel Arbeit für uns verbunden war … Darum an dieser Stelle ein großes Dankeschön an unsere Kollegin Tatjana! Fürs Datensammeln, Zusammenstellen, Abstimmen, Nachfragen, Klären, Koordinieren und Gute-Laune-Bewahren.

Im Oktober 2022 startete die Analyse. Für unsere damalige CO₂-Bilanz wurden gut 83 Tonnen CO₂ ermittelt; zusätzlich wurde ein Puffer von 10 % berücksichtigt.

Wenn Sie Details erfahren möchten:

  • Direkte CO₂-Emissionen wurden in Scope 1 einbezogen.
  • Zugekaufte Energie floss in Scope 2 ein.
  • Berücksichtigt wurde außerdem ein Teil der indirekten Emissionen aus Scope 3, darunter Geschäftsreisen und Arbeitswege der Mitarbeitenden.

„Scope 1, 2, 3? Was ist das?“ Als Agentur begleiten wir viele Nachhaltigkeitsprojekte und -themen bei unseren Kunden. Hier haben wir die drei Scopes für eines unserer Kundenprojekte grafisch und inhaltlich aufbereitet: Arbeitsbeispiel checken

3. Klimaschutzprojekte zusätzlich unterstützen

Für unsere Kunden gehen wir gerne die „Extrameile“ – für den Klimaschutz auch. Zusätzlich zu unseren eigenen Reduktionsmaßnahmen haben wir deshalb mehrfach Klimaschutzprojekte finanziell unterstützt.

Im 2022 gewählten Modell wurden Emissionsgutschriften entsprechend der berechneten CO₂-Menge über ein nach Angaben unseres Partners zertifiziertes internationales Klimaschutzprojekt finanziert. Zusätzlich wurde für jede berücksichtigte Tonne eine regionale Initiative in Deutschland oder Europa unterstützt – beispielsweise Aufforstungs- oder Bodenprojekte.

Wichtig ist uns heute die klare Unterscheidung: Die Unterstützung solcher Projekte reduziert nicht rückwirkend unseren eigenen CO₂-Fußabdruck. Eigene Emissionsreduktion und finanzielle Beiträge zu Klimaschutzprojekten sind zwei unterschiedliche Dinge.

Wie geht es weiter?

Für uns ist klar: Wir behalten unseren CO₂-Fußabdruck im Blick und prüfen regelmäßig, wo sich Emissionen in unserem direkten Einflussbereich vermeiden oder verringern lassen. Verbleibende Emissionen und mögliche finanzielle Beiträge zu Klimaschutzprojekten betrachten und kommunizieren wir dabei getrennt voneinander.

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